Montag, 25. März 2013

30. April 2013: Die Theater- Uraufführung zu 150 Jahren SPD „Ferdinand Lassalle“

Ferdinand Lassalle, 1825 - 1864
Auf Initiative der SPD Charlottenburg- Wilmersdorf wird am 30. April, dem Vorabend des für die Arbeiterbewegung wichtigen 1. Mai- Feiertages, im Rahmen der Feierlichkeiten zu 150 Jahren SPD das Theaterstück der bekannten Autoren Felix Huby und Hartwin Gromes zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein durch Ferdinand Lassalles am 23. Mai 1863 in Leipzig uraufgeführt. Der Tag gilt als Geburtstag der SPD und ist so der Anlass für die 150 Jahre SPD- Feierlichkeiten in diesem Jahr.

„Ferdinand Lassalle“ – eine szenische Lesung
"Die Sache der unteren Klassen der Gesellschaft ist die Sache der gesamten Menschheit."

„Ferdinand Lassalle“ wird als szenische Lesung unter der Regie von Rüdiger Canalis Wandel aufgeführt. Berichtet wird vom Leben eines Mannes, der die gedanklichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) geschaffen hat und über den – vielleicht mit Ausnahme seines frühen Todes im Duell – wenig bekannt ist.
Lassalle war ein mutiger, wortmächtiger Kämpfer für die Gerechtigkeit, den auch Gefängnisstrafen nicht beugen konnten. Er war ein Mann von großer intellektueller Schärfe und einer unwahrscheinlichen Arbeitskraft – kein Wunder also, dass eine starke Faszination darin liegt, sein abenteuerliches Leben nachzuzeichnen. Lassalle, der mit Marx und Engels im theoretischen Streit lag, fühlte sich aber mindestens Marx, den er auch finanziell unterstützte, freundschaftlich verbunden. Aber er trat auch als elegant gekleideter, hoch gebildeter und durchaus wohlhabender Bürger in den Salons auf.

Ein Theaterstück von: Felix Huby und Hartwin Gromes
Regie: Rüdiger Canalis Wandel
Mit: Petra Zieser, Dominque Chout, Mathias Schlung, Dietrich Adam, Claudius Freyer und der Pianistin Doro Gehr

Bei dem sich an die Aufführung anschließenden kleinen Empfang werden zahlreiche prominente Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zugegen sein.

30. April 2013 | 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Renaissance- Theater, Knesebeckstraße 100 (Ecke Hardenbergstraße), 10623 Berlin
(U- Bahn Ernst- Reuter- Platz, S- Bahn Savigny- Platz, Bus 245, M45, X9)

Karten: € 15,00
(inkl. 1 Freigetränk (Sekt, Saft oder Wasser) beim anschließenden Empfang)

Kartenvorverkauf (ab 25. März)
Theaterkasse des Renaissance Theaters: Mo bis Fr, ab 10.30 Uhr, Sa ab 10 Uhr, So- und FT ab 13 Uhr, jeweils bis eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Kreisbüro der SPD Charlottenburg- Wilmersdorf: Otto- Suhr- Allee 100 (bitte wegen derzeitigen Umzugs Abholung vorab vereinbaren unter Telefon: 86 31 38 75, isabel.herrmann(at)spd.de)
SPD Landesverband: Müllerstraße 163, 13353 Berlin (3.OG)

Die SPD Charlottenburg- Wilmersdorf bedankt sich bei der SPD Berlin und dem Parteivorstand der SPD, ohne deren freundliche und solidarische Unterstützung die Uraufführung am 30. April im Renaissance- Theater nicht möglich wäre.

Donnerstag, 14. März 2013

Arbeiterwiderstand gegen den Nationalsozialismus

Am 27.2.2013 luden die SPD-Abteilungen Litzensee und City-Westend zu einer Gedenkveranstaltung „Arbeiterwiderstand gegen den Nationalsozialismus“ in das Bezirksmuseum Charlottenburg-Wilmersdorf – Villa Oppenheim, ein.

Anlass war der achtzigste Jahrestag des Reichstagsbrandes. Die bis heute nicht voll aufgeklärte Brandstiftung in der Nacht vom 27. auf 28.2.1933 war der willkommene Anlass für die nationalsozialistischen Machthaber, mit bis dahin bespiellosen Terror gegen ihre politischen Gegner vorzugehen. Insbesondere gegen die organisierte Arbeiterbewegung richtete sich diese erste Welle der Gewalt des NS-Regimes.
Prof. Dr. Bernd Faulenbach

Für die Veranstaltung war es gelungen, mit Prof. Dr. Helga Grebing eine der renommiertesten ForscherInnen zur Geschichte der Arbeiterbewegung für einen Fachvortrag zu gewinnen. Grebing hatte trotz ihres Geburtstages am Tage der Veranstaltung zugesagt. Ihr zu Ehren hielt der Vorsitzende der historischen Kommission beim Parteivorstand der SPD, Prof. Dr. Bernd Faulenbach, daher eine kleine Laudatio. In dieser betonte er Grebings Forschungsverdienste, hob aber zugleich auch ihr ausgeprägtes, jahrzehntelanges politisches Engagement hervor.

Helga Grebing beschrieb die Lage der Arbeiterbewegung zu Beginn des Jahres 1933, stellte Möglichkeiten, Bedingungen und Ausprägungsformen von Widerstand aus der Arbeiterbewegung gegen den Nationalsozialismus dar. Nicht zuletzt für den sozialdemokratischen Widerstand war hierbei ein Problem, dass angesichts der ungeheuren Brutalität des NS-Terrors, Widerstand von Demokraten, die sich nicht die menschenverachtenden Methoden der Nationalsozialisten aneignen wollten, stark in die Defensive gedrängt wurde.

Helga Grebing und Käte Stegmeier im Gespräch mit Yves Clairmont
Anschließend fand ein Zeitzeugengespräch mit Käte Stegmaier statt: Die Genossin Käte Stegmaier aus der Abteilung City-Westend stammt aus einer sozialdemokratischen Familie. Sie erlebte als Mädchen und junge Frau noch selbst den Terror der Nationalsozialisten. Ihr Bruder – Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend – wurde von SA-Schlägern misshandelt. Bruder und Vater waren 1933 gezwungen, zeitweilig unterzutauchen. In den folgenden Jahren wurde die Familie immer wieder bedroht und unter Druck gesetzt.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten blicken mit Stolz auf den Kampf unserer Genossinnen und Genossen gegen das rassistische und menschenverachtende NS-Regime zurück. Ihr Einsatz für Demokratie und Menschenrechte bleibt für uns Verpflichtung und Ansporn.