Sonntag, 15. Dezember 2013

SPD Mitglieder entscheiden über die große Koalition

Am Samstag, den 14.12.2013 stand es fest: Die SPD geht nach 2009 wieder eine große Koalition auf Bundesebene ein. Zuvor hatten alle 475.000 SPD Mitglieder die Gelegenheit, erstmalig in der Geschichte, über die Koalition zu entschieden. Zweifelsohne ist das einbemerkenswerter Vorgang, der zukünftig die Entscheidungsfindung in der SPD und auch in anderen Parteien beeinflusen wird.

Das Ergebnis von rund 75 Prozent Ja- und 25 Prozent Nein-Stimmen wird den kontroversen Debatten der vergangenen Wochen gerecht. Bei den leidenschaftlichen Diskussionen wurde deutlich, dass die Mitlgieder der ältesten demokratischen Partei in Deutschland die Kontroverse nicht scheut. Im Gegenteil, in der SPD wird klar, sehr engangiert und sachlich diskutiert, um sich am Ende zu einem echten Ergebnis durchzuringen.

Alles zum Koalitionsvertrag finden Sie hier.

Nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses des Mitgliedervotums schrieb spd.de:

"Gegen 15 Uhr verkündete die SPD-Parteispitze das Ergebnis. "Die SPD ist eine lebendige, diskutierende Partei. Wir sind die beteiligungspartei in Deutschland", betonte der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel. "Wir sind eine lebendige und diskutierende Volkspartei." Mehr zum Ergebins findet sich hier.

Die sozialdemokratischen Mitglieder des Bundeskabinetts stehen auhc fest. Sie können sie hier kennenlernen.

Mittwoch, 18. September 2013

Rausgehen und überzeugen!


 Auf zum Schlussspurt: In diesen Tagen gibt die Abteilung 75 noch einmal Volldampf für eine starke SPD – und für ihre Direktkandidatin für Charlottenburg-Wilmersdorf im Bundestag, Ülker Radziwill. Die letzte Mitgliederversammlung vor der Bundestagswahl tagte am 17. September 2013 - zunächst wie üblich im Gasthaus Leonhardt am Stuttgarter Platz, um nach kurzem Meinungs- und Informationsaustausch vor die Tür zu gehen und Wahlkampf zu machen: Flyer verteilen, mit PassantInnen ins Gespräch kommen – zum Beispiel vor Kaisers am Kaiserdamm, oder am S-Bahnhof Charlottenburg. 
Immer wieder zeigte sich auch hier, dass gerade der direkte Kontakt nötig ist, Wirkung zeigt - und überzeugen kann. Die Leute prüfen oft genug aufmerksam, was die Medien ihnen servieren. Viele äußern sich differenziert und kritisch. "Politikmüdigkeit", "Parteiverdrossenheit" oder gar "Demokratiefaulheit" sind Schlagworte, die in der Wirklichkeit wenig Entsprechung finden. Und es gibt noch viele Unentschlossene...

72-Stunden-Aktionen für den Endspurt

UnterstützerInnen für die verbleibenden Aktionen sind herzlich willkommen: Jede Hand wird gebraucht. Gelegenheit hierfür bietet sich Abteilungsmitgliedern vor allem bei den bundesweit mobilisierenden 72-Stunden-Aktionen z.B. am Freitag Abend  zum Gang durch die Kneipen am Stuttgarter Platz (Treff 19 Uhr vor dem Leonhardt) und Sonnabend vor dem Wahlsonntag zwischen 10 und 12 Uhr (Treff 09.45 Stuttgarter Platz oder 10 Uhr vor Kaisers Neue Kantstraße/Ecke Witzlebenstraße).
 Die Erfahrung der vergagenenen Tage zeigt, dass es lohnt – und dass die Bedeutung der Erststimme vielen immer wieder erklärt werden muss. Gerade BürgerInnen, die den unterschiedlichen Parteien des Oppositionslagers insgesamt nahestehen, freuen sich über den einen oder anderen Gedanken-Schubs in Richtung ERSTSTIMME FÜR ÜLKER UND DIE SPD. Damit niemand am Tag nach der Wahl aufwacht und sich schwarz ärgert: mit einem CDU-Vertreter aus Charlottenburg-Wilmersdorf…

Kommen - helfen - dabei sein

Kommt zu den Aktionen. Meldet euch bei Hannes Habekost, der das Ülker-Team koordniert: wahlkampfteam@uelker-radziwill.de, Tel 0177 2787810. 
Zeigt Flagge für die sozialdemokratische Partei. Damit es bei der Wahlparty des gesamten Kreises am Sonntag ab 17 Uhr im Lavandevil, Schustehrusstraße 3, U-Bahn Richard-Wagner-Platz, richtig was zu feiern gibt!


Sonntag, 1. September 2013

Ülker Radziwill: Haustürbesuche für den Wechsel

Wenn es dieser Tage an der Tür klingelt, könnte ich vor Ihnen stehen oder einer unserer vielen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die mich bei unseren Haustürbesuchen unterstützen. Wir wollen wissen, was Sie von uns erwarten.


Keine Sorge: wir kommen nicht rein und bleiben nur kurz an Ihrer Haustür. Aber Sie können uns sagen, wo der Schuh drückt. Haben wir die Antworten, die Sie zurecht von einer zukünftigen, sozialdemokratisch geführten Bundesregierung erwarten? Zum Beispiel bei den Themen Mindestlohn, bezahlbare Mieten, Steuergerechtigkeit und gute Bildung für alle natürlich kostenlos von der Kita bis zur Hochschule. Wenn Sie finden, dass es bei uns im Land ungerecht zugeht, sich einige mehr herausnehmen können als andere, dann lassen Sie sich auch nicht einreden, dass alle Parteien gleich sind. Wir wollen eine andere, eine gerechtere Gesellschaft.

Wichtig ist uns vor allem eins. Gehen Sie wählen! Nur, wer am 22. September wählen geht, kann mitbestimmen, was in Deutschland anders werden soll.

Und wenn wir nicht bei Ihnen vorbeikommen, dann können Sie sich natürlich trotzdem über mich und unsere SPD-Politik informieren am SPD-Infostand, per Telefon, im Internet oder per Email (s.u.).

Ihre Ülker Radziwill

SPD-Bundestagskandidatin für Charlottenburg-Wilmersdorf

Montag, 26. August 2013

Das Stadtblatt zur Bundestagswahl ist da.

Das neue Berliner Stadtblatt ist erschienen. In der August/September-Ausgabe dreht sich natürlich vieles um die Bundestagswahl. Die Bundestagskandidatin für Charlottenburg-Wilmersdorf, Ülker Radziwill, beschreibt ihre Politik für mehr Gerechtigkeit. Der Bundestagskandidat für
Charlottenburg-Nord und Spandau, Swen Schulz, berichtet über seinen Einsatz für bezahlbare Mieten im Charlottenburger Norden. Außerdem u. a. im Bezirksteil: die SPD und der zuständige Stadtrat Marc Schulte lehnen die Marktprivatisierung ab, ein weiterer Teil zu 150 Jahre SPD im Bezirk und die Kolumne des Bezirksbürgermeisters Reinhard Naumann.

Im überregionalen Teil erfahren wir mehr über die Politik des SPD-Stadtentwicklungssenators Michael Müller für bezahlbaren Wohnraum in der Stadt, was Prominente Berlinerinnen und Berliner von der Bundestagswahl erwarten und das beliebte Preisrätsel ist natürlich auch wieder dabei.

Die aktuelle Ausgabe des Berliner Stadtblattes können Sie HIER als PDF downloaden.

Nach 21 Jahren: Gedenktafel für Günter Schwannecke - Opfer neonazistischer Gewalt



Der Spielplatz Pestalozzistraße/Fritschestraße war vor 21 Jahren Schauplatz einer furchtbaren Tragödie.

Der Kunstmaler Günter Schwannecke saß mit dem Künstler Hagen Knuth am Abend des 29. August 1992 an diesem Ort. Zwei Skinheads und Neonazis beleidigten Menschen mit Migrationsgeschichte rassistisch und wollten diese vertreiben. Die beiden Künstler bewiesen Zivilcourage und mischten sich ein. 

Ein Neonazi schlug daraufhin mit einem Baseballschläger auf die beiden ein. Hagen
Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den Folgen von Schädelbruch und Hirnblutungen. Er musste sterben, weil er Zivilcourage gezeigt hatte.
Günter Schwannecke ist eines der mindestens 183 Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990. Nur fünf Tage vor dem Überfall auf ihn hatte in Rostock-Lichtenhagen ein mehrtägiges Pogrom gegen Flüchtlinge stattgefunden.

Zu Ehren dieses Opfer von neonazistischem Terror erhält der Spielplatz Pestalozzistraße/Ecke Fritschestraße

am Donnerstag, dem 29. August 2013
um 17:30 Uhr
den Namen
 Günter-Schwannecke-Spielplatz

Zudem wird eine Gedenktafel enthüllt, die an das Ereignis vor 21 Jahren erinnert.

Die Finanzierung der Tafel und des Findlings erfolgte zu einem Großteil durch Spenden.

Dienstag, 21. Mai 2013

KEIN RAUM FÜR NAZIS

„Kein Raum für Nazis“ war der Titel des Vernetzungstreffens, zu dem die Abteilung Rund um den Lietzensee heute, 21. Mai, in ihren Versammlungsraum im Gasthaus Leonhard am Stuttgarter Platz einlud. Anlass war eine von der Polizei als „Ruhestörung“ banalisierte Zusammenrottung in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 2013 auf der Wiese am Lietzensee/ Ecke Kaiserdamm, die aufhorchen ließ.
Anwohner_innen hatten in jener Nacht die Polizei alarmiert - beunruhigt durch rechtsradikale Parolen wie „Sieg-Heil“, „Ausländer raus“ und einschlägige Rechtsrock-Musik. Einzelne Medien hatten darüber berichtet. Die Polizeibeamten erschienen, nahmen aber keine Personalien auf. „Sie haben auch nichts in den Akten vermerkt“, berichtete Diana D, eine der wachsamen Nachbarinnen,  den rund 30 interessierten Gästen und Genoss_inn_en. Sie habe nun Anzeige gegen Unbekannt wegen Volksverhetzung erstattet.
„Sieg heil“ sei strafbar, bestätigte Ulf Bünermann von der senatsgeförderten „Mobilen Beratung gegen den Rechtsextremismus“ (mbr) ): §86 des Strafgesetzbuches verbiete solcherlei Propaganda.

Informieren – Wach bleiben – vernetzen

Offen blieb, warum die Polizeibeamten den Vorfall weder zu den Akten noch ernst genug nahmen, um die Personalien der rechten Randalierer aufzunehmen – immerhin befindet sich in der Nähe ein jüdisches Altersheim, das Tag und Nacht polizeilich gesichert wird, so dass eine gewisse grundsätzliche Sensiblisisität für den Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundwerte gegen verfassungsfeindliche Tendenzen vorausgesetzt werden darf.
Außer interessierten bzw. engagierten Anwohner_innen und Abteilungsmitgliedern und einer Genossin der Linkspartei kamen auch die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Carolina Böhm und Robert Drewnicki sowie Holger Wuttig, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung. Als Vernetzungs-Knoten bot sich die Jungsozialistin Lea Lölhöffel von der Juso-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf gegen Rechts an: Wer sich in einen Info-Verteiler aufnehmen lassen will, kann auch anonym bleiben, Email reicht aus: lea.loelhoeffel@jusosberlin.de.

 Solidarisch gegen rechts

Diana D.jedenfalls ließ sich in ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement nicht  von bestenfalls desinteressierten Beamten entmutigen, sondern initiierte kurzerhand im Anschluss an die "Ruhestörung" ein Nachbarschafts-Informationstreffen am 12. Mai, um die Anwohner_innen auf die Vorfälle aufmerksam zu machen,

Lea Lölhöffel berichtete, dass einige rassistische, antisemitische bzw. homophobe Schmierereien, Angriffe und Drohungen im Bezirk verzeichnet wurden. Das Gebiet  zeige sich jedoch hinsichtlich Nazi-Propaganda vergleichsweise unauffällig. Deshalb sei es vermutlich wenig sinnvoll, meinte z.B. Robert Drewnicki, den Vorfällen größere Bedeutung zu geben als sie verdienten. Die Teilnehmer_innen desVernetzungstreffens waren sich denn auch einig, die Einzelaktion Rechtsgerichteter am Lietzensee nicht aufzuwerten oder gar zu verallgemeinern. Es gelte, die Polizei zu sensibilisieren, Aufklärung über das laxe Vorgehen am 8./9. Mai zu erzwingen, bestehende partei- und initiativenübergreifende Netzwerke zu nutzen  und ingesamt, achtsam bleibend, zu informieren, "auch gemeinsam mit Jugendclubs, Sportvereinen, anderen Parteien, Bürger_innen-Initiativen" sagte Carolina Böhm. Damit Nazis und andere menschenrechtsfeindliche Gesinnungen sichtbar werden, bevor sie unsichtbar an Boden gewinnen und größeren Schaden anrichten können.

Samstag, 18. Mai 2013

Kein Platz für Nazis am Lietzensee!


In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai haben sich ca. 20 bis 30 Neonazis im Lietzenseepark versammelt und bis in den frühen Morgen rechte Parolen und ausländerfeindliche Gesänge von sich gegeben. Obwohl die aufmerksamen AnwohnerInnen die Polizei gerufen hatten, löste sich dieses Treffen nicht unmittelbar auf.

Um die zu unterstützen, die mit  ihrer Strafanzeige gegen Unbekannt Zivilcourage zeigen und die sich am darauf folgenden Sonntag spontan zusammengefunden haben, alden wir als SPD Rund um den Lietzensee zu einem Vernetzungstreffen im Rahmen unserer Mitgliederversammlung ein.

Gäste an diesem Abend sind u.a. die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin, Divan e.V., die SPD-Bundestagskandidatin Ülker Radziwill, VertreterInnen des Kreisvorstands der SPD und der Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf sowie des Bündnisses CW gegen Rechts

Weitere Infos zu dem Vorfall findet ihr auch hier.

Termininfos unter: http://www.spd-lietzensee.de/p/termine.html 

1. Mai 2013



Wie in den letzten Jahren, waren wir auch dieses Jahr wieder für gute Arbeit, gerechte Löhne und ein soziales Europa auf der Straße. Gemeinsam mit tausenden DemonstrantInnen auf der DGB-Demo setzte die SPD Lietzensee ein Zeichen für Solidarität!


Montag, 25. März 2013

30. April 2013: Die Theater- Uraufführung zu 150 Jahren SPD „Ferdinand Lassalle“

Ferdinand Lassalle, 1825 - 1864
Auf Initiative der SPD Charlottenburg- Wilmersdorf wird am 30. April, dem Vorabend des für die Arbeiterbewegung wichtigen 1. Mai- Feiertages, im Rahmen der Feierlichkeiten zu 150 Jahren SPD das Theaterstück der bekannten Autoren Felix Huby und Hartwin Gromes zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein durch Ferdinand Lassalles am 23. Mai 1863 in Leipzig uraufgeführt. Der Tag gilt als Geburtstag der SPD und ist so der Anlass für die 150 Jahre SPD- Feierlichkeiten in diesem Jahr.

„Ferdinand Lassalle“ – eine szenische Lesung
"Die Sache der unteren Klassen der Gesellschaft ist die Sache der gesamten Menschheit."

„Ferdinand Lassalle“ wird als szenische Lesung unter der Regie von Rüdiger Canalis Wandel aufgeführt. Berichtet wird vom Leben eines Mannes, der die gedanklichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) geschaffen hat und über den – vielleicht mit Ausnahme seines frühen Todes im Duell – wenig bekannt ist.
Lassalle war ein mutiger, wortmächtiger Kämpfer für die Gerechtigkeit, den auch Gefängnisstrafen nicht beugen konnten. Er war ein Mann von großer intellektueller Schärfe und einer unwahrscheinlichen Arbeitskraft – kein Wunder also, dass eine starke Faszination darin liegt, sein abenteuerliches Leben nachzuzeichnen. Lassalle, der mit Marx und Engels im theoretischen Streit lag, fühlte sich aber mindestens Marx, den er auch finanziell unterstützte, freundschaftlich verbunden. Aber er trat auch als elegant gekleideter, hoch gebildeter und durchaus wohlhabender Bürger in den Salons auf.

Ein Theaterstück von: Felix Huby und Hartwin Gromes
Regie: Rüdiger Canalis Wandel
Mit: Petra Zieser, Dominque Chout, Mathias Schlung, Dietrich Adam, Claudius Freyer und der Pianistin Doro Gehr

Bei dem sich an die Aufführung anschließenden kleinen Empfang werden zahlreiche prominente Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zugegen sein.

30. April 2013 | 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Renaissance- Theater, Knesebeckstraße 100 (Ecke Hardenbergstraße), 10623 Berlin
(U- Bahn Ernst- Reuter- Platz, S- Bahn Savigny- Platz, Bus 245, M45, X9)

Karten: € 15,00
(inkl. 1 Freigetränk (Sekt, Saft oder Wasser) beim anschließenden Empfang)

Kartenvorverkauf (ab 25. März)
Theaterkasse des Renaissance Theaters: Mo bis Fr, ab 10.30 Uhr, Sa ab 10 Uhr, So- und FT ab 13 Uhr, jeweils bis eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Kreisbüro der SPD Charlottenburg- Wilmersdorf: Otto- Suhr- Allee 100 (bitte wegen derzeitigen Umzugs Abholung vorab vereinbaren unter Telefon: 86 31 38 75, isabel.herrmann(at)spd.de)
SPD Landesverband: Müllerstraße 163, 13353 Berlin (3.OG)

Die SPD Charlottenburg- Wilmersdorf bedankt sich bei der SPD Berlin und dem Parteivorstand der SPD, ohne deren freundliche und solidarische Unterstützung die Uraufführung am 30. April im Renaissance- Theater nicht möglich wäre.

Donnerstag, 14. März 2013

Arbeiterwiderstand gegen den Nationalsozialismus

Am 27.2.2013 luden die SPD-Abteilungen Litzensee und City-Westend zu einer Gedenkveranstaltung „Arbeiterwiderstand gegen den Nationalsozialismus“ in das Bezirksmuseum Charlottenburg-Wilmersdorf – Villa Oppenheim, ein.

Anlass war der achtzigste Jahrestag des Reichstagsbrandes. Die bis heute nicht voll aufgeklärte Brandstiftung in der Nacht vom 27. auf 28.2.1933 war der willkommene Anlass für die nationalsozialistischen Machthaber, mit bis dahin bespiellosen Terror gegen ihre politischen Gegner vorzugehen. Insbesondere gegen die organisierte Arbeiterbewegung richtete sich diese erste Welle der Gewalt des NS-Regimes.
Prof. Dr. Bernd Faulenbach

Für die Veranstaltung war es gelungen, mit Prof. Dr. Helga Grebing eine der renommiertesten ForscherInnen zur Geschichte der Arbeiterbewegung für einen Fachvortrag zu gewinnen. Grebing hatte trotz ihres Geburtstages am Tage der Veranstaltung zugesagt. Ihr zu Ehren hielt der Vorsitzende der historischen Kommission beim Parteivorstand der SPD, Prof. Dr. Bernd Faulenbach, daher eine kleine Laudatio. In dieser betonte er Grebings Forschungsverdienste, hob aber zugleich auch ihr ausgeprägtes, jahrzehntelanges politisches Engagement hervor.

Helga Grebing beschrieb die Lage der Arbeiterbewegung zu Beginn des Jahres 1933, stellte Möglichkeiten, Bedingungen und Ausprägungsformen von Widerstand aus der Arbeiterbewegung gegen den Nationalsozialismus dar. Nicht zuletzt für den sozialdemokratischen Widerstand war hierbei ein Problem, dass angesichts der ungeheuren Brutalität des NS-Terrors, Widerstand von Demokraten, die sich nicht die menschenverachtenden Methoden der Nationalsozialisten aneignen wollten, stark in die Defensive gedrängt wurde.

Helga Grebing und Käte Stegmeier im Gespräch mit Yves Clairmont
Anschließend fand ein Zeitzeugengespräch mit Käte Stegmaier statt: Die Genossin Käte Stegmaier aus der Abteilung City-Westend stammt aus einer sozialdemokratischen Familie. Sie erlebte als Mädchen und junge Frau noch selbst den Terror der Nationalsozialisten. Ihr Bruder – Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend – wurde von SA-Schlägern misshandelt. Bruder und Vater waren 1933 gezwungen, zeitweilig unterzutauchen. In den folgenden Jahren wurde die Familie immer wieder bedroht und unter Druck gesetzt.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten blicken mit Stolz auf den Kampf unserer Genossinnen und Genossen gegen das rassistische und menschenverachtende NS-Regime zurück. Ihr Einsatz für Demokratie und Menschenrechte bleibt für uns Verpflichtung und Ansporn.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Neue Chance für die Sozialdemokratie in Madagaskar

Auf der Abteilungsversammlung am 14. Januar 2013 hat Jean-Elson Zafisambandoky über Geschichte und aktuelle Lage der Sozialdemokratie in seinem Heimatland Madagaskar berichtet. Der Vortrag „Madagaskar für eine sozialdemokratische Welt“ lieferte aus erster Hand eine Menge interessanter Informationen über die vor der Ostküste Mozambiques gelegene Insel im Indischen Ozean.

Die Bevölkerung setzt sich aus verschiedenen Ethnien zusammen (Westafrika, Indonesien, Europa) und spricht als Landessprachen das kreolische Malagasy (Madegassisch) und Französisch. Deutschland ist bei den rund 22 Millionen InselbewohnerInnen besser angesehen als die alte Kolonialmacht Frankreich.   

„Man kämpft ums Überleben – und nicht ums Leben“


Trotz des vielfältigen und fruchtbaren Klimas gibt es Hunger und Armut, und die gesundheitliche Versorgung ist mangelhaft. Die hohe Zahl Analphabeten erschweren zusätzlich die Bedingungen für politisches Engagement, denn  Veränderungen und Strukturwandel brauchen nicht nur Zeit, sondern auch motivierte, ausgebildete MitstreiterInnen. Die mangelhafte Infrastruktur hemmt die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklung.Entsprechend niedrig ist die durchschnittliche Lebenserwartung (59 Jahre) der Bevölkerung, die in der großen Mehrheit dem christlichen Glauben angehört.  „Man kämpft ums Überleben – und nicht ums Leben“, erklärt Jean-Elson.

1960 hat sich Madagaskar von der französischen  Kolonialmacht unabhängig gemacht, aber bis heute nicht über auf eine tatsächlich demokratische Staatsordnung einigen können. Seitdem beherrschen Machtkämpfe und wirtschaftliche Dominanzbestrebungen der verschiedenen Clans den Inselstaat. 2009 kam es zum Militärputsch. Nun besteht eine „Übergangsregierung“  ohne demokratische Legitimation unter Präsident Andry Rajoelina, der in Folge internationalen Drucks bei den für Mai 2013 geplanten Wahlen nicht antritt. Eine neue Verfassung und ein demokatisch gewähltes Parlament könnte sozialdemokratische Politik ermöglichen.

Neue sozialdemokratische Partei in Gründung


Die Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt – als einzige deutsche politische Stiftung vor Ort – den PRozess der Demokratisierung. Zwar gibt es  mit der seit den 60er Jahre bestehenden Parti Socialdemocrate (PSD) eine sozialdemokratische Organisation , aber offenbar spielt sie zurzeit neben 108 (!) weiteren für die Wahlen zugelassenen Parteien keine Rolle (und hat sich wohl auch  in der Vergangenheit unter Präsident Philibert Tsiranana nicht unbedingt mit demokratischem Ruhm bekleckert).

Der Referent ean-Elson Zafisambandoky, der seit 1987 in Deutschland lebt, arbeitet deshalb gemeinsam mit anderen von Europa aus an Vorschlägen für eine neue Verfassung des Staates – und an der Gründung einer modernen sozialdemokratischen Partei. Ziel ist der Einzug ins neue Parlament – und eine starke sozialdemokratische Bewegung im Land, die strukturellen Fortschritt bewirkt. Die Abteilung 75 unterstützt ihn bei seinem Vorhaben und wir die Entwicklung der Sozialdemokratie in Madagaskar weiter beobachten