Freitag, 23. März 2012

Frauenpower für die SPD Charlottenburg-Wilmersdorf

Die SPD in Charlottenburg-Wilmersdorf zeigt Frauenpower: Mit Carolina BöhmConstanze Röder und Felicitas Tesch kandidieren endlich mehr Frauen für den geschäftsführenden Kreisvorstand. Im Vorfeld der Kreiswahlen am 24. März 2012 sind fast alle KandidatInnen zur Vorstellungsrunde gekommen. Außer den Frauen stellten sich Robert Drewnicki und Frank Jahnke den Fragen der Abteilungsmitglieder. 

Der amtierende und wieder kandidierende Kreisvorsitzende, Staatssekretär Christian Gaebler, war verhindert, aber als seine StellvertreterInnen stellten sich vor: die stellvertretende SPD Kreisvorsitzende, integrationspolitische Sprecherin und Gender-Ausschuss-Vorsitzende in der BVV Carolina Böhm von der Abteilung 73, die haushaltspolitische Sprecherin der BVV Constanze Röder (Abteilung 97), der amtierende stellvertretende Kreisvorsitzende Robert Drewnicki (Abteilung 78) als aktueller und kandidierender Kassierer Frank Jahnke, Mitglied des Abgeordnetenhauses, und als Schriftführerin die AfB-Vorsitzende des Bezirks, Felicitas Tesch.

Abteilung unterstützt KanditatInnen für Kreisvorstand

Die Schwerpunkte der KandidatInnen sind: Mietenpolitik im Bezirk, Kitaplätze, starke öffentliche Präsenz  der Kreis-SPD, Bundestagswahl  2013.

Alle wollen an einem Strang ziehen, um die Wahlergebnisse zu verbessern und die Mitglieder stärker einzubinden. Carolina Böhm will z.B. das Cross-Gender-Mentoring-Programm auf Bezirksebene weiterentwickeln. Constanze Röder sieht sich vor allem von CDU und Grünen bedrängten SPD auf Bezirksebene herausgefordert, die Wahlergebnisse auf Bezirksebene zu verbessern. Deshalb unterstützt die Abteilung die KandidatInnen. Die Erstausgabe der geplanten Bezirkszeitung werde möglichst noch im Herbst 2012 erscheinen, sagte Robert Drewnicki. Frank Jahnke nennt Industriepolitik und den Wirtschaftsstandort Charlottenburg-Wilmersdorf als sein Themenschwerpunkt – Stichwort ICC-Erhalt.

Klar wurde aber auch: Im Umgang mit der politischen Konkurrenz von Seiten der  Piratenpartei und der Grünen, aber auch der Linkspartei,  gibt es Diskussionsbedarf. Eine klare Strategie scheint dringend erforderlich, um gemeinsam stark in den Wahlkampf zu gehen. Damit die schlechteste Koalition aller Zeiten auf Bundesebene endlich abgelöst wird – spätestens 2013. Die können's nicht! Schwarz-Gelb gehört auf die Oppositionsbank - und die Abteilung 75 bleibt dran: Bei der nächsten Versammlung legen wir mit einer lokalen Wahlanalyse  die Grundlagen für die künftige WählerInnenansprache hier bei uns, rund um Stutti und Lietzensee.

Achtung: Die Mitgliederversammlungen tagen schon ab April immer jeden dritten Dienstag.
Nächster Termin deshalb DIENSTAG, 17. April, 19 Uhr wie üblich im Gasthaus Leonhardt. Gäste sind  herzlich willkommen!

Samstag, 10. März 2012

Rosen für alle Frauen am internationalen Frauentag

SPD Lietzensee, Jusos CW und Ülker Radziwill am internationalen Frauentag


7.30 Uhr am S-Bahnhof Charlottenburg. Der Bus spuckt Leute aus, die zur S-Bahn eilen. Mütter mit Kinderwagen sind unterwegs in Richtung Kita, müde Väter ziehen müde Schulkinder an der Hand, drängen sich an Handwerkern  in Arbeitskleidung und an Rentnerinnen vorbei – alles wie immer an einem Werktag in Berlin? Nein, heute ist der 8. März. Mitglieder der Lietzensee-Abteilung haben sich zusammen mit den Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf und der Wahlkreisabgeordneten Ülker Radziwill  an diesem Morgen noch etwas früher aus dem Bett gerollt – zu Ehren der Frauen, die für die Gleichstellung gekämpft haben und weiter kämpfen, Tag für Tag, damit wir Frauen nicht mehr so viel kämpfen müssen.

Wir verteilen  Rosen an die Passantinnen – „Mit einem Gruß der SPD zum Weltfrauentag“. Kleine rote Farbtupfer  für den grauen Tag, denn es gibt noch viel zu tun, auch in Deutschland: Frauen bekommen weniger Lohn, erreichen kaum entscheidende Führungspositionen (auch wenn die Kanzlerin so tut, als gäbe es kein Problem) und sind immer noch die,die zuhause bleiben und sich um die Kinder oder pflegebedürftige Angehörige kümmern. Spitzenfrauen, die es „nach oben“ geschafft haben, erfahren, dass sie doppelt so gut und dreimal so viel wie wie Männer an vergleichbaren Positionen für ihre Anerkennung arbeiten müssen.  Der 8. März ist ein Tag im Jahr für sie alle: Frauen aller Länder und Schichten und Lebenssituationen. Es kommen viele  gute Reaktionen. „Das ist aber lieb!“, bedankt sich eine ältere Dame. „Ach, stimmt ja! Heute…“, erinnert sich eine Jüngere. Die meisten freuen sich über die Aufmerksamkeit. Andere wehren mürrisch ab: „Das nützt mir jetzt auch nichts…“

Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin hatte damals nicht so schnell aufgegeben. Auf ihren  Vorschlag  hin beschloss die  Zweite Internationale Sozialistische Frauenkonferenz in Kopenhagen:

„Im Einvernehmen mit den klassenbewussten politischen und gewerkschaftlichen Organisationen des Proletariats in ihrem Lande veranstalten die sozialistischen Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrecht dient. […] Der Frauentag muß einen internationalen Charakter tragen und ist sorgfältig vorzubereiten.“

Die Idee kam aus den USA, wo die Frauen der Sozialistischen Partei Amerikas  im Jahr 1908 einen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht initiierten. Im Februar 1909 organisierten sie dann den weltweit ersten Frauentag in den USA – und brachten damit auch bürgerliche Frauenrechtlerinnen auf ihre Seite.  Deutschland, Dänemark, Österreich-Ungarn und die Schweiz legten am 19. März 1911 nach. Schon vor 1900 hatte die SPD – als einzige Partei – das Frauenwahlrecht auf die politische Agenda gesetzt.  Viele Kämpfe um Gleichberechtigung und einen Weltkrieg später kam  1919 das Wahlrecht auch für Frauen.

Also:  Der Frauentag hat durchaus etwas „genützt“. Ohne all die VorkämpferInnen wären wir nicht da, wo wir jetzt sind –  die Rechte, die wir haben, sind nicht selbstverständlich. Und es gibt noch viel zu tun – hier und anderswo.

Freitag, 9. März 2012

Niemanden aufgeben! Aktion 2 Euro für die Mobile Einzelfallhilfe


Viele Menschen in Berlin leiden unter Armut und Hilflosigkeit. Ihnen fehlt nicht nur ein warmes Essen, sondern auch ein Dach über dem Kopf, das sie vor Kälte und Nässe schützt. In den allermeisten Fällen können sie sich nicht mehr aus eigener Kraft aus ihrer Lage befreien und sind auf Hilfe angewiesen. Die wachsende Armut ist in einer Stadt wie Berlin alltäglich erlebbar. Wer kümmert sich um die Menschen, die sich nicht mehr selber helfen können?

Seit dem 1. August 2011 engagiert sich die Berliner Stadtmission in der Mobilen Einzelfallhilfe. Sie bringt ihre fachlichen Fähigkeiten und ihre Netzwerke mit in die mobile Arbeit ein, um sich um wohnungslose Menschen zu kümmern. Wenn sich Bürgerinnen und Bürger um wohnungslose Menschen sorgen, kommt die Mobile Einzelfallhilfe vorbei und versucht, sie an das bestehende Hilfesystem zu vermitteln. Dabei benötigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen ausreichenden Zeitrahmen, um Vertrauen wachsen lassen zu können, um Rückschläge aufzuarbeiten, zu begleiten und zu vermitteln. Dies erfordert natürlich auch entsprechende finanzielle Mittel.

Helfen kostet. Jährlich fallen rund 55.000 Euro an. Bisher sind 8.000 Euro zusammen - es fehlt also noch viel, damit die wichtige Arbeit weitergehen kann. Zwei Euro reichen - wenn jeder Spender und jede Spenderin zwei Leute ermutigt, es auch zu tun.

Berliner Stadtmission
Mobile Einzelfallhelfer
Bank für Sozialwirtschaft
Kontonummer.: 315 55 00
BLZ: 100 205 00
Kennwort: „Mobile Einzelfallhilfe“

Online Spenden sind hier möglich.

Die Abteilung 75 unterstützt diesen Spendenaufruf und sammelt selber auf der nächsten Mitgliederversammlung und bei den kommenden Infoständen, damit die konkrete Arbeit der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter weitergehen kann.

Donnerstag, 1. März 2012